Vereinsmitglieder:

 

Matthias Bormuth ist Kulturwissenschaftler und Privatdozent am Tübinger Institut für Ethik und Geschichte der Medizin. Neben den Monographien Lebensführung in der Moderne. Karl Jaspers und die Psychoanalyse (Frommann-Holzboog 2002, engl. Fassung Springer 2006) und Ambivalenz der Freiheit. Suizidales Denken im 20. Jahrhundert (Wallstein 2008) veröffentlichte er interdisziplinäre und pathographische Studien aus den Bereichen Psychiatrie, Philosophie und Literatur. Seine Arbeiten zu Nietzsche fanden bislang ihre Verdichtung in dem 2009 von der Universität Tübingen finanzierten Projekt » Nietzsche und die Medizin«. Ab Juli 2009 forschte er als Stipendiat der Alexander von Humboldt-Stiftung in New York, wo er am Graduate Center der City University eine biographisch-ideengeschichtliche Studie über die Exiljahre des Nietzsche-Interpreten Karl Löwith verfasste.

Daniel von Fromberg, geboren 1978 in Hannover, studierte Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin und der York University in Toronto, Kanada. Er ist Gründungsmitglied des kritischen Bildungsnetzwerks reflect! e.V. und promoviert zum War on Terror als neuer Weltauffassung. Weitere Arbeitsgebiete: Politische Theorie, Internationale Politische Ökonomie, Demokratiegeschichte. Publikationen (Auswahl): Demokratische Philosophen. Der Sophismus als Traditionslinie kritischer Wissensproduktion, Münster: Westfälisches Dampfboot, 2007; Die Machtfrage stellen. Zur politischen Theorie Antonio Gramscis. In: Andreas Merkens (Hg.): Mit Gramsci arbeiten, Hamburg: Argument, 2007.

Prof. Dr. Babette Babich, geb. 1956 in New York City, ist Professorin für Philosophie an der Fordham University in New York City. Nach dem Studium in New York und Boston (bei William J. Richardson und Hans-Georg Gadamer), besuchte sie 1984 Deutschland mit der Unterstützung eines Fulbright Doktorandenstipendiums der Eberhard-Karls-Universität Tübingen und der Freien Universität Berlin. 1991-92 kehrte sie als Junior-Fulbrightprofessorin nach Tübingen zurück und verbrachte das akademische Jahr 2004-2005 als Senior Fulbrightprofessor an der Humboldt Universität zu Berlin sowie an der Bauhaus Universität in Weimar. 2004 erhielt sie das Nietzsche-Fellowship des Kollegs Friedrich Nietzsche der Klassik Stiftung Weimar. Sie ist Executive Director der USA Nietzsche-Society und Herausgeberin der New Nietzsche Studies (12 Bände seit 1996). Ausgewählte Publikationen: The Hallelujah Effect. Philosophical Reflections on Music from kd lang and YouTube to Adorno and Nietzsche’s Beethoven (London 2012); La fin de la pensée. Sur la différence et la politique de la désunion entre philosophie analytique et philosophie continentale (Paris 2011); Nietzsches Wissenschaftsphilosophie. „Die Wissenschaft unter der Optik des Künstlers zu sehn, die Kunst aber unter der des Lebens“ (Bern/Oxford 2010); „Eines Gottes Glück, voller Macht und Liebe“. Beiträge zu Nietzsche, Heidegger, Hölderlin (Weimar 2009); Words in Blood, Like Flowers: Philosophy and Poetry, Eros and Music (NY 2006/2007); Nietzsche e la Scienza: Arte, vita, conoscenza (Mailand 1996); Nietzsche’s Philosophy of Science: Reflecting Science on the Ground of Art and Life (NY 1994); Aufsätze zur Technologie-Kritik, Wissenschaftstheorie, Antike, Ästhetik sowie über Nietzsche, Heidegger, Hölderlin, Anders, Adorno und Sloterdijk.

Duncan Large, geboren 1965 in North Shields (England). Abschluss zum Bachelor of Arts (B.A.) in Germanistik und Romanistik an der Universität Oxford (Magdalen College, 1982-1986), Fortsetzung der Studien in Oxford und lecteur an der Université de la Sorbonne Nouvelle in Paris (1989-1990), Promotion 1995 in Oxford mit einer Dissertation über Nietzsche und Proust. Dozent für Germanistik am Trinity College Dublin in Irland (1991-1992); seit 1992 am Institut für Germanistik der Swansea University in Wales, Professur 2007. Seit 1995 Vorstandsmitglied des britischen Komparatistikverbandes; ehemaliger Vorsitzender der Friedrich Nietzsche Society (1996-2002) und Geschäftsführer des Germanistenverbandes von Großbritannien und Irland (1998-2005). Publikationen (Auswahl): Nietzsches Renaissance-Gestalten. Shakespeare, Kopernikus, Luther (Weimar 2009); The Nietzsche Reader, ed. by Keith Ansell Pearson and Duncan Large (Oxford 2006); Nietzsche, Friedrich: Ecce Homo. Trans. by Duncan Large (Oxford 2007).

Eveline Goodman-Thau, geboren 1934 in Wien, ist eine Judaistin, Professorin für jüdische Religions- und Geistesgeschichte und bezeichnet sich selbst als „unorthodoxe Rabbinerin“, wenngleich ohne formell anerkannte Ordination. Sie ist die Gründerin der Hermann-Cohen-Akademie für Religion, Wissenschaft und Kunst in Buchen (Odenwald).

Reinhold Jaretzky studierte einige Jahre Medizin und dann Literaturwissenschaft in Marburg und Hamburg (Dr.phil). Von 1985 bis 1990 war er DAAD-Lektor für Deutsche Sprache und Literatur an der Universität Rom »La Sapienza«, seit 1993 ist er Dozent an der Südtiroler Filmschule für Dokumentarfilm und Fernsehen ZeLIG. Er ist Autor zahlreicher Dokumentarfilme, unter anderem über Friedrich Hölderlin, Friedrich Nietzsche, Umberto Eco, Marcel Reich-Ranicki und Thomas Quasthoff, des Weiteren fester Mitarbeiter der Kulturmagazine Aspekte, Titel Thesen Temperamente und Kulturzeit. Zu seinen Buchveröffentlichungen gehören Rowohlt Monografien über Lion Feuchtwanger und Bertolt Brecht. 2001 gründete er in Berlin die Filmproduktion »Zauberberg Film« , deren Geschäftsführer er ist.

Stefan Wilke, geboren 1979, Studium der Freien Kunst an der Bauhaus-Universität Weimar und an der School of the Art Institute of Chicago (USA); Abschluss zum Diplom-Künstler an der Bauhaus-Universität Weimar 2004. Seit 2007 Lehrbeauftragter für Videokunst an der Universität Erfurt. Publikationen (Auswahl): »Moderne und Historizität« (Hrsg.), Weimar 2011. Bazon Brock, »Vier große Vorlesungen, gehalten im Kolleg Friedrich Nietzsche« und »Gefährliche Unterscheidung zwischen theoretisch und praktisch: Wie das Bauhaus Nietzsches Urteile zur Geltung brachte - Der Wille zum System und ein neuer Weg zum Ja.« Vortrag im Rahmen der Tagung »Moderne und Historizität« des Kollegs Friedrich Nietzsche der Klassik Stiftung Weimar. 11. 02. 2009 (Hrsg. von Stefan Wilke), Weimar 2010 In: Bazon Brock, Mann mit Mission, DVD-Box mit 12 Vorträgen auf 16 DVDs, Weimar, 2010. Julia Wagner/ Stefan Wilke (Hrsg.), »Die Glücklichen sind neugierig. Zehn Jahre Kolleg Friedrich Nietzsche«, Weimar 2009.

Ulrike Eichler, studierte Theologie in Berlin und Heidelberg. Sie ist Wissenschaftliche Assistentin im Fach Systematische Theologie mit dem besonderen Schwerpunkt Feministische Theologie an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum und arbeitet im Rahmen ihrer Dissertation mit dem Titel »Poesie des Begehrens« zu Hannah Arendt, Luce Irigaray, Luisa Muraro und dem biblischen » Hohen Lied der Liebe«. Ihre theologischen Schwerpunkte gelten dem Verständnis der Schrift, der mittelalterlichen Mystik der Frauen und dem Denken der Differenz. Sie lebt in Berlin.

Harry Lehmann, geb. 1965 in Dresden, studierte Physik an der Staatlichen Universität Sankt Petersburg. Nach dem Abschluss als Diplomphysiker und einem Philosophiestudium in Berlin promovierte er 2003 an der Universität Potsdam mit einer Arbeit zur Kunstphilosophie. Schreibt seitdem Essays, Kritiken und Katalogtexte über zeitgenössische Kunst, Literatur und Neue Musik. Publikationen u. a.: Die flüchtige Wahrheit der Kunst. Ästhetik nach Luhmann, München: W. Fink 2006; Kreidler/Lehmann/Mahnkopf: Musik Ästhetik Digitalisierung – Eine Kontroverse, Hofheim: Wolke 2010; „Zehn Thesen zur Kunstkritik“ in: Merkur, Heft 714, 2008; »Geschichten aus dem blinden Fleck« in: Sinn und Form, Heft 3, 2009; „Die ästhetische Wende. Warum die DDR am Design gescheitert ist“ in: Lettre International, Heft 86, 2009. Lehrte als DAAD-Dozent für Philosophie in St. Petersburg, war Stipendiat der Akademie Schloss Solitude in Stuttgart. www.harrylehmann.net

Boyan Manchev, geb. 1970 in Sofia, ist Philosoph und Kulturtheoretiker. Er ist Programmdirektor und Vizepräsident des Collège International de Philosophie, Paris und Professor für Philosophie an der Neuen Bulgarischen Universität, Sofia. An der der Universität Sofia hat er eine Gastprofessur inne und war als Gastwissenschaftler an verschiedenen wissenschaftlichen und kulturellen Institutionen in Europa, Nordamerika und Japan. Er ist einer der Initiatoren der Assembly of the European Citizens (2008, Paris) und des Forums What Subject of Politics? (2009, Paris). Er ist Mitherausgeber der Zeitschriften Rue Descartes (Paris) und Les Editions de la Phocide (Strasbourg). Seine aktuellen Forschungen konzentrieren sich auf die Beziehungen zwischen Ästhetik, Ontologie und Politik. Publikationen (Auswahl): L'altération du monde: Pour une esthétique radicale (Paris 2009); La Métamorphose et l'Instant (Paris 2009); The Body-Metamorphosis (Sofia 2007).

Bazon Brock, ist emeritierter Professor für Ästhetik und Kulturvermittlung an der Bergischen Universität Wuppertal. Weitere Professuren an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg (1965–1976) und der Universität für Angewandte Kunst, Wien (1977–1980). 1992 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Eidgenössisch Technischen Hochschule, Zürich. Er entwickelte die Methode des »Action Teaching«, bei dem der Seminarraum zur Bühne für Selbst- und Fremdinszenierungen wird. Von 1968 bis 1992 hat er die documenta-Besucherschulen ins Leben gerufen. 2009 Besucherschule zur Ausstellung »60 Jahre. 60 Werke« im Martin-Gropius-Bau Berlin. Er moderierte elf Jahre lang die Sendung Bilderstreit – Kunst im Gespräch in 3sat. Rund 2000 Veranstaltungen; darunter: Wa(h)re Kunst. Der Museumsshop als Wunderkammer (seit 1994 in 18 Städten); Lustmarsch durchs Theoriegelände (2006, in elf Museen); Tag der Weltzivilisierung (24.11.2007 u. 2008); Gemeinschaftsaktionen mit Joseph Beuys, Nam June Paik, Friedensreich Hundertwasser und Wolf Vostell. Gegenwärtig wirkt er, gemeinsam mit Peter Sloterdijk, als Initiator der Ausbildung von Profi-Bürgern an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe . Institute: Labor für Universalpoesie und Prognostik, Büro für Evidenzkritik, Institut für theoretische Kunst, Institut für Rumorologie/Gerüchteverbreitung. 2011 gründete Bazon Brock die Denkerei / Das Amt für Arbeit an unlösbaren Problemen in Berlin Kreuzberg. Aktuelle Publikationen: Bazon Brock/Hans Ulrich Reck: Utopie und Evidenzkritik/Tarnen und Täuschen. 2 Bde. Hamburg 2010; Bazon Brock: Lustmarsch durchs Theoriegelände, Köln 2008 (Buch & DVD); Bazon Brock: Der Barbar als Kulturheld. Köln 2002 (3. Aufl. 2005). 2010 erschien im VDG-Verlag Weimar die DVD-Box Bazon Brock, Mann mit Mission mit 12 Vorträgen auf 16 DVDs und dem Buch von Nicole Stratmann: Bazon Brock. Der Selbstentfesselungskünstler.

Ernest Zenko, geboren 1968 in Postojna, Slowenien, studierte Physik und Philosophie an der Universität Ljubljana, dort absolvierte er in den Jahren 1997 und 1999 ebenfalls ein Studium an der Fakultät für Philosophie. Mit einem DAAD-Stipendium kam er an die Friedrich Schiller Universität in Jena. Dissertation 2002. In den Jahren 1999-2002 arbeitete er am Institut für Philosophie an der SRC SASA als junger Forscher. Er ist Mitglied der International Association for Aesthetics (IAA / AIE), und seit 2002 Herausgeber des Newsletters Newsletter IAA. Er ist Mitglied der Slowenischen Gesellschaft für Philosophie und seit 1999 Mitglied des Slowenischen Gesellschaft für Ästhetik. Derzeit lehrt er als Assistent Professor für Ästhetik und Kulturphilosophie an der Universität Primorska, Koper, Slowenien. Er forscht dort im Bereich der Cultural Studies und Philosophie. Er ist außerdem Senior Research Associate am Zentrum für wissenschaftliche Forschung Koper. Er veröffentlicht regelmäßig wissenschaftliche und Fachartikel und Buchrezensionen in Zeitschriften. Im Jahr 2000 erschien sein Buch Kunstraum: der Raum zwischen Philosophie, Kunst und Wissenschaft - Leonardo da Vinci, László Moholy-Nagy, Andy Warhol. 2003, die wissenschaftliche Monographie Totalität und die Kunst: Lyotard, Welsch und Jameson.

Heike Hanada, geboren 1964 in der Grafschaft Hoya/Weser. Architekturstudium an der HdK Berlin, Diplom 1992. 1993-1997 Forschungsstipendiatin: University of Tokyo, Architectural and Urban Design, Prof. Hidetoshi Ohno. Seit 1994 HH_Laboratory of Art and Architecture. 1999 - 2006 Wiss. Mitarbeiterin, Bauhaus-Universität Weimar. 2004 Visiting Fellow, Tokyo National University of Fine Arts and Music. 2005 Stipendium des IFA Institut für Auslandsbeziehungen. 2007 1. Preis im internationalen Realisierungswettbewerb für die Erweiterung der Stadtbibliothek von Gunnar Asplund in Stockholm. Seit 2007 Mitglied der Architektenkammer. Seit 2010 berufen in den BDA Berlin. Seit 2010 Professur Grundlagen der Gestaltung, FH Potsdam - Potsdam School of Architecture.

Henning Hahn, geboren 1972, studierte Philosophie und politische Theorie in Hildesheim, Tübingen, London und Berlin und war Gastforscher an der Graduate School for Political and Social Resarch in New York und am Center for Politics and International Relations in Oxford. 2007 promovierte er in Philosophie. Zur Zeit arbeitet er am Forschungsschwerpunkt Ethik der Globalisierung an der Universität Kassel. Neben zahlreichen Artikeln zu Themen der praktischen Philosophie und sind von ihm erschienen: Globale Gerechtigkeit. Eine philosophische Einführung (2009); Moralische Selbstachtung. Zur Grundfigur einer sozialliberalen Gerechtigkeitstheorie (2008); (Hg.), Selbstachtung oder Anerkennung? Beiträge zur Begründung von Menschenwürde und Gerechtigkeit (2005).

Jörg Gleiter, geboren 1960 in Stuttgart, Architekt und Professor für Ästhetik an der Freien Universität Bozen. Nach Studium in Tübingen, Berlin, Venedig und New York und einigen Jahren der Berufstätigkeit 2002 Dissertation in Architekturtheorie, 2007 Habilitation in Philosophie der Architektur. Gastprofessuren in Venedig (2003), Tokyo (2003-05), Weimar (2005-07) und Bozen (2005-08). 2003 und 2008 Fellow in Residence am Kolleg Friedrich Nietzsche. Publikationen (Auswahl): Urgeschichte der Moderne (Bielefeld 2010); Der philosophische Flaneur. Nietzsche und die Architektur (Würzburg 2009); Architekturtheorie heute (Bielefeld 2008); Einfühlung und phänomenologische Reduktion (Hrsg. mit Thomas Friedrich, Münster 2007); Rückkehr des Verdrängten. Kritische Theorie des Ornaments (Weimar 2002); Nietzsches Labyrinthe (Hrsg. mit Gerhard Schweppenhäuser, Weimar 2001).

Tom Kehrbaum M.A., geboren 1971 in Bad Mergentheim, hat nach seiner Ausbildung sechs Jahre als Mechaniker in der Industrie gearbeitet und begann, sich gewerkschaftlich zu engagieren. Er studierte Verfassungsgeschichte, Arbeitsrecht und Sozialpolitik an der Europäischen Akademie der Arbeit in der Goethe Universität in Frankfurt am Main und Philosophie und Pädagogik (u.a. bei Prof. Hans-Jochen Gamm) an der TU Darmstadt. Forschungsprojekte brachten ihn nach São Paulo/Brasilien und Berkeley/USA (veröffentlicht 2006 bei Büchse der Pandora bzw. 2009 bei VS Verlag). In seiner Abschlussarbeit entwickelte er wissenschaftstheoretische und methodologische Grundlagen zur Erforschung und Gestaltung von Innovationen, die auf sozialen Prozessen basieren. Sein philosophisches Interesse liegt bei der Verbindung des Pragmatismus mit der Kritischen Theorie. Andere Schwerpunkte sind zwischenmenschliche Ethik und kritisch-emanzipative pädagogische Theorie. Aktuell forscht er in europäischen und globalen Projekten zur Interdisziplinarität und zu transnationalen sozialen Prozessen. Er arbeitet derzeit für den Vorstand der IG Metall an der inhaltlichen und didaktischen Weiterentwicklung gewerkschaftlicher Bildung. Mehr Infos

Lukasz Musial, geboren 1976, Mitarbeiter des Instituts für Germanische Philologie an der Adam-Mickiewicz-Universität in Posen, 1995-1996 Studium der Kulturwissenschaften an der Europa-Universität in Frankfurt/Oder, 1996-2001 Germanistikstudium an der Adam-Mickiewicz-Universität in Posen, 2001-2005 Doktorand im Institut für Germanische Philologie, ab 2005 Mitarbeiter des Instituts. Forschungsgebiete: die Geschichte der Konservativen Revolution in Deutschland, das Werk von Ernst Jünger und Franz Kafka, die deutsche Philosophie im 19. und 20. Jahrhundert, Literaturtheorie und Philosophie der Literatur. Übersetzer (deutsche Prosa und Fachbücher), Autor von Novellen und Erzählungen. Publikationen (Auswahl): Leiden im Zeitalter der Gegenständlichkeit. Zur Konzeptualisierung des Schmerzes im Werk von Ernst Jünger (Warschau 2006).

Prof. Dr. Ryôsuke Ôhashi, geb. 1944, studierte Philosophie an der Universität Kyôto (1966–1969) und der Universität München (1969–1973). Promotion in München 1974, Habilitation (als der erste Japaner im Fach Philosophie) in Würzburg 1983. Professuren an der Medizinischen Universität Shiga (1975–1985), der Technischen Universität Kyôto (1985–2003), der Osaka University Graduate School of Letters (2003–2007) und der Ryukoku Universität (2007–2010). Gastprofessor an der Universität Köln (2010/11), seit Wintersemester 2011 Gastprofessor an der Universität Wien. 1990 erhielt er den Phillip Franz von Siebold-Preis (verliehen vom Bundespräsidenten), 1996 die Humboldt-Medaille. Von 1997 bis 1998 war er Fellow des Wissenschaftskollegs zu Berlin. Er ist Ehrendirektor des Museums für Philosophie Kitaro Nishidas (seit 2002), Präsident der Society for Nishidas Philosophy (seit 2006), Vizepräsident der Gesellschaft für Interkulturelle Philosophie (vom 1995 bis 2002). Ryôsuke Ôhashi ist Mitherausgeber der japanischen Martin Heidegger-Gesamtausgabe. Ausgewählte Publikationen: Ekstase und Gelassenheit. Zu Schelling und Heidegger (München 1975); Zeitlichkeitsanalyse der Hegelschen Logik. Zu einer Idee der Phänomenologie des Ortes (Freiburg i. Br. 1984); Hrsg., Die Philosophie der Kyôto-Schule. Texte und Einführung (Freiburg i. Br. 1990, 2. Aufl. 2009); Kire. Das Schöne in Japan. Philosophisch-Ästhetische Reflexionen zu Geschichte und Moderne (Köln 1994); Japan im interkulturellen Dialog (München 1999); Phänomenologie des Geistes als Sinneslehre. Zu einer Idee der Phänomenoetik der Compassion (Freiburg i. Br. 2009); Naturästhetik interkulturell. Ausgehend von der ästhetischen Kulturfiguration in Japan (Weimar 2011).

Martin G. Weiß, Studium der Philosophie, Germanistik und Italianistik an der Universität Wien. 2004-2005 Postdoc-Fellow am Centro per gli Studi Religiosi der Fondazione Kessler in Trento. 2005-2008 Leiter des FWF-Projektes »Die Auflösung der menschlichen Natur« innerhalb der Forschungsplattform Life-Science-Governance der Universität Wien. 2006 Visiting Scholar am Rhetoric Department der University of California at Berkeley. Seit 2008 Universitätsassistent am Institut für Philosophie der Universität Klagenfurt. Seit 2010 Co-Direktor des trilateralen Forschungsprojektes DNA and Immigration. Ethical, Legal, Social Aspects of DNA-Analysis for Family Reunification. Publikationen (Auswahl): Gianni Vattimo. Einführung. Mit einem Interview mit Gianni Vattimo. 2. Aufl. Wien. Passagen 2006.; Bios und Zoë. Die menschliche Natur im Zeitalter ihrer technischen Reproduzierbarkeit. Hrsg. von M. G. Weiß. Frankfurt/M. Suhrkamp 2009.

Tommaso Pierini, geboren 1977 in Pisa. Studium der Philosophie in Pisa mit anschließender Promotion an der Friedrich-Schiller-Universität Jena über Hegels »Wissenschaft der Logik« im Jahr 2006. Seit 2007 Mitarbeiter an der Fakultät für Philosophie der Universität Rom »La Sapienza« und Koordinator des vom DAAD geförderten deutsch-italienischen Masterstudiengangs »Deutscher Idealismus und europäische Philosophie« zwischen Jena, Padua und Rom. Publikationen (Auswahl): Theorie der Freiheit, Der Begriff des Zwecks in Hegels Wissenschaft der Logik (2006); Darstellung und Subjektivität in Hegels systematischer Philosophie. In: B. Bowman (Hg.): Darstellung und Erkenntnis (2007); Sinnliches Bewusstsein und Allgemeinheit der Zeit in Hegels Phänomenologie des Geistes. In: Th. S. Hoffmann (Hg.): Hegels Phänomenologie des Geistes als Schlüsselwerk der Moderne (2009).

Marina Sawall, geboren 1985, 2005-2010 Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaften, Philosophie, Germanistik, sowie der Medialen Künste in Wien und Zürich. Schwerpunkte der wissenschaftlichen wie auch der künstlerischen Arbeit sind das Verhältnis von Bild und Ton, die Ästhetik der Neuen Musik, sowie die Bedeutung des Hörens für künstlerische Schaffensprozesse. 2009 Fellow in residence am Kolleg Friedrich Nietzsche. Seit dem Sommersemester 2011 Lehrbeauftragte für Filmtheorie und Ästhetische Kompetenzen an der Universität Erfurt. Publikationen (Auswahl): "Händeschütteln am Netz. Experimentelle Bild-Ton-Montage in Vlado Kristls MADELEINE, MADELEINE und Robert Nelsons SUITE CALIFORNIA STOPS AND PASSES, PART I" , in: Maske und Kothurn, Heft 1/2011; Bibliografie des Kollegs Friedrich Nietzsche (Hg.), Weimar 2009; "Film als offene Form. Straub/Huillets Klassenverhältnisse mit Gilles Deleuze betrachtet", in: Rüdiger Schmidt-Grépály (Hg.), Auf Nietzsches Balkon. Fellows in residence des Kollegs Friedrich Nietzsche, Weimar 2009; "Der Traum vom Widerstand", in: Miriam Visaczki: 750 Jahre - Waldmünchen, Berlin 2008.

Tove Soiland, studierte Geschichte, Philosophie und Germanistik in Zürich. 2010 Promotion an der Universität Zürich mit einer Dissertation zum Thema Luce Irigarays Denken der sexuellen Differenz. Eine Intervention im Streit zwischen Lacan und den Historisten. Lehraufträge an den Universitäten Zürich, Salzburg, Innsbruck und Hannover. Sie unterrichtet feministische und politische Theorie innerhalb Gewerkschaft und anderen Bildungsinstitutionen in Zürich. Salzburg. Sie ist Redaktionsmitglied der Zeitschrift Widerspruch. 2003 initiierte sie den "Gender-Streit", eine Kontroverse um die theoretischen Grundlagen des gender-Begriffs. Sie ist Autorin zahlreicher Artikel zu feministischer Theorie und war selbst aktiv in der Frauenbewegung.

Martin Jörg Schäfer unterrichtet Literaturwissenschaft an der Universität Erfurt, an der er sich im Mai 2010 habilitierte. Studium der Germanistik, Philosophie, Anglistik und Komparatistik in Hamburg und London. Promotion zu Paul Celans Heidegger-Lektüre und ihrer französischen Rezeption. Forschung und Lehre an der Universität Hamburg, der Universität Paderborn, der New York University und der Akademie der bildenden Künste Wien. Zur Zeit hat er eine Vertretungsprofessur an der Universität Siegen inne. Publikationen (Auswahl): Jörn Etzold, Martin Jörg Schäfer (Hg.), Nicht-Arbeit. Politiken, Konzepte, Ästhetiken, Weimar, 2011.

Tracie Matysik, geboren 1969 in Seattle/USA. Studium an der University of Washington (Abschluss 1994) und Promotion an der Cornell University (2001). Sie ist Associate Professor in Geschichtswissenschaft an der University of Texas, Austin. Publikationen (Auswahl): Reforming the Moral Subject: Ethics and Sexuality in Central Europe, 1890-1930 (Ithaca,New York 2008); Internationalist Activism and Global Civil Society at the High Point of Nationalism: The Paradox of the Universal Races Congress of 1911. In: Global History: Interactions Between the Universal and the Local. Ed. by A.G. Hopkins (New York/London 2006), p. 131-159; In the Name of the Law: The ?Female Homosexual? and the Criminal Code in Fin-de-Siècle Germany. In: Journal of the History of Sexuality 13:1 (January 2004), p. 26-48; The Interests of Ethics: Andreas-Salomé?s Psychoanalytic Critique. In: Seminar: A Journal of Germanic Studies 36:1 (February 2000), p. 5-21.

Rüdiger Schmidt-Grépály, seit 1999 Leiter des Kollegs Friedrich Nietzsche der Klassik Stiftung Weimar. Studium der Philosophie, Politikwissenschaft und der Neueren Deutschen Literatur in Kiel, Freiburg im Breisgau und Marburg. Abschluss zum Dr. phil. mit einer Arbeit über das Frühwerk Friedrich Nietzsches („Ein Text ohne Ende für den Denkenden“. Studien zu Nietzsche, 2., erw. Aufl., Frankfurt am Main 1989; zuerst: 1982) bei Hans Heinz Holz, Gerd Mattenklott und Katharina Kanthack. Zusammenarbeit mit Mazzino Montinari in Florenz 1983 bis 1985. Von 1985 bis 1989 Lehrbeauftragter für Philosophie an den Universitäten Kiel, Oldenburg in Oldenburg und Bremen, seit 1989 an den Universitäten Weimar und Jena. Von 1989 bis 1994 philosophischer Geschäftsführer der Karl Jaspers Vorlesungen zu Fragen der Zeit bei Rudolf Prinz zu Lippe. Veröffentlichungen u.a.: Nietzsche für Anfänger. Also sprach Zarathustra. Eine Lese-Einführung von Rüdiger Schmidt und Cord Spreckelsen, München, dtv, 2006 (7. Auflage; zuerst: 1995); Nietzsche für Anfänger. Ecce homo. Eine Lese-Einführung von Rüdiger Schmidt und Cord Spreckelsen, München, dtv, 2000; Nietzsches Labyrinthe. Leitmotive seines Denkens. (Zusammen mit Éva Grépály). In: Nietzsches Labyrinthe. Perspektiven zur Ästhetik, Ethik und Kulturphilosophie. Herausgegeben von Gerhard Schweppenhäuser und Jörg H. Gleiter. (Philosophische Diskurse 4). Weimar 2001. Für seine Initiative zur Gründung und den Aufbau des Kollegs Friedrich Nietzsche erhielt er 2002 den "Premio Internazionale Federico Nietzsche" der Associazione Internazionale di Studi e Ricerche Federico Nietzsche, Palermo, Italien.

Claudia Wirsing geb. 1986, studierte Philosophie und Germanistik in Kassel und Jena und erhielt den Examenspreis der Friedrich-Schiller-Universität Jena für die beste Examensarbeit der Philosophischen Fakultät im Jahr 2010. Seit 2010 Friedrich Nietzsche Stipendium des Kolleg Friedrich Nietzsche der Klassik Stiftung Weimar und der Friedrich-Schiller-Universität Jena (Promotionsfellowship). Seit 2010 Lehrbeauftragte am Institut für Philosophie der FSU Jena. Derzeit promoviert sie in Jena über Hegels Wissenschaft der Logik. Publikationen (Auswahl): Hrsg., "Auf Nietzsches Balkon II. Philosophische Beiträge aus der Villa Silberblick. Weimar 2012." Aktuelle Projekte in Weimar (koorganisiert): 2011/12 – Vortragsreihe zur „Kritischen Theorie“ (Titel: Der Ausnahmezustand als Regel. Eine Bilanz der „Kritischen Theorie“); 2012 – Internationale Tagung zum 200. Jubiläum der „Wissenschaft der Logik“ Hegels (Titel: 200 Jahre „Wissenschaft der Logik“).

Heike Schmitz geb. 1966, studierte Germanistik, Psychologie und Soziologie in Frankfurt am Main. Während ihrer mehrjährigen Tätigkeit als Wissenschaftliche Mitarbeiterin promovierte sie dort über die Werke der Schriftstellerinnen Ingeborg Bachmann und Clarice Lispector im Spannungsfeld zwischen traditioneller Kunstwerkauffassung einerseits (orientiert an Goethes »Faust« und Gadamers Kunstwerkverständnis), und mystischem Denken andererseits (im Zentrum standen die altflämische Mystikerin Hadewijch und der Görlitzer Jacob Böhme). Nach der Promotion entschied sie sich zu einer Beendigung der universitären Laufbahn.

Jörg Zimmer geb. 1964 in Münster, Studium der Philosophie und Literaturwissenschaft in Osnabrück, Promotion mit einer Arbeit über Ernst Bloch in Groningen (NL), seit 1993 Professor für Philosophie an der Universität Girona in Spanien, wo er Ästhetik und klassische deutsche Philosophie lehrt. Arbeitsschwerpunkte sind ästhetische Theorie, Theorie der Dialektik sowie deutsche Philosophie des 19. und 20. Jh.


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